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Spitzmaus Rattenigel

Die erstmals 1909 beschriebene Spitzmaus Rattenigel ist die einzige lebende Art ihrer Gattung und bewohnt kühle, feuchte Bergwälder in Teilen Südchinas, Myanmars und Nordvietnams.
Taxonomie
| Königreich: | Animalia |
| Stamm: | Chordata |
| Klasse: | Mammalia |
| Ordnung: | Eulipotyphla |
| Familie: | Erinaceidae |
| Unterfamilie: | Galericinae |
| Gattung: | Neotetracus |
| Spezies: | Neotetracus sinensis |
Kein „echter“ Igel
Obwohl die Spitzmaus Rattenigel zur selben Familie wie Igel gehört, zählt sie zu den haarigen Igeln (Gymnures) und nicht zu den echten, stacheligen Igeln. Sie teilt Merkmale wie nächtliche Nahrungssuche und einen ausgeprägten Geruchssinn, besitzt aber keine Stacheln, kann sich nicht zu einer Kugel zusammenrollen und ist mit weichem, dichtem Fell bedeckt. Ihre längliche Schnauze und ihr schleichender, spitzmausartiger Körper unterscheiden sie deutlich von ihren stacheligen Verwandten, spiegeln aber dennoch ihre gemeinsame evolutionäre Herkunft wider.
Natürliches Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Die Spitzmaus Rattenigel ist in subtropischen Bergwäldern in Höhenlagen von etwa 300 bis 2700 Metern beheimatet. Sie bevorzugt kühle, feuchte Lebensräume mit dichter Bodenvegetation und sucht oft Schutz unter Baumstämmen, Steinen, Moos oder im Schatten des Unterholzes.
Körperliche Merkmale
Es hat ein weiches, dichtes Fell, das olivbraun, zimtbraun oder cremefarben-schwarz sein kann, der Bauch variiert von cremefarben bis grau oder rot. Manche Tiere weisen rötliche Schattierungen an Hals und Kopf auf, und ein schwacher Rückenstreifen kann sichtbar sein. Im Vergleich zu anderen Arten seiner Familie hat es einen relativ langen Schwanz, eine kürzere Schnauze und weniger Zähne.
Verhalten und Lebensstil
Diese Art ist streng bodenlebend und nachtaktiv. Sie gräbt kleine Laufwege durch die Laubstreu und versteckte Pfade unter Baumstämmen oder Steinen. Ihre Nester sind mit Moos und Farnen bedeckt. Sie brütet ganzjährig und kann bis zu zwei Würfe pro Jahr haben.
Kommunikation
Direkte Beobachtungen zur Kommunikation der Spitzmaus Rattenigel fehlen, doch ihre Verwandten liefern einige Hinweise. Sie verlässt sich wahrscheinlich auf olfaktorische Reize und nutzt Duftstoffe, um ihr Revier zu markieren oder ihren Fortpflanzungsstatus zu signalisieren. Berührungskontakt spielt möglicherweise beim Nestbau oder der Brutpflege eine Rolle, und leise Laute könnten helfen, den Kontakt im dichten Unterholz des Waldes aufrechtzuerhalten. Wie andere Spitzmausarten verlässt sie sich mehr auf Geruch und Tastsinn als auf Sehvermögen oder laute Rufe, wodurch sie sich in ihrer nächtlichen Welt gut verbergen kann.
Ernährung in freier Wildbahn
Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen wie Insekten, Regenwürmern und anderen kleinen Lebewesen des Waldbodens.
Fortpflanzung und Lebenszyklus
Die Fortpflanzung erfolgt wahrscheinlich das ganze Jahr über, wobei laut Fangaufzeichnungen und Verhaltensmustern zwei Würfe pro Saison möglich sind.
Bedrohungen und Erhaltungsstatus
Die IUCN stuft die Spitzmaus Rattenigel aufgrund ihres relativ weiten, aber fragmentierten Verbreitungsgebiets als „nicht gefährdet“ ein. Obwohl sie derzeit nicht akut bedroht ist, könnte Lebensraumverlust langfristige Risiken bergen.
Diese Art in Gefangenschaft
Es sind keine Fälle bekannt, in denen diese Art in Gefangenschaft gehalten wurde. Aufgrund ihrer scheuen Natur, ihrer spezifischen ökologischen Bedürfnisse und ihres speziellen Lebensraums eignet sie sich schlecht für die Haltung oder Zurschaustellung in Gefangenschaft.
