Zum Hauptinhalt springen
Was suchen Sie?

Falls Sie die gesuchte Antwort nicht finden können, kontaktieren Sie uns bitte Kontaktieren Sie uns.

Zurück zu:
Imprimer

Graziler Kleintenrek

Taxonomie

Königreich:Animalia
Stamm:Chordata
Klasse:Mammalia
Ordnung:Afrosoricida
Unterordnung:Tenrecomorpha
Familie:Tenrecidae
Gattung:Microgale
Spezies:Microgale gracilis

Natürliches Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Die auf Madagaskar endemische Art Microgale gracilis kommt im Osten der Insel vor, von nördlichen Schutzgebieten wie Marojejy und Anjanaharibe-Sud über das zentrale Hochplateau bis hinunter nach Andohahela im Süden. Sie bevorzugt feuchte Bergwälder in Höhenlagen zwischen etwa 1200 und 2000 m und besiedelt häufig dichtes Unterholz und Talsohlen. Obwohl sie von einer Vielzahl von Standorten bekannt ist, sind ihre genauen Habitatpräferenzen und Populationsdichtemuster noch unzureichend erforscht.

Körperliche Merkmale

Diese mittelgroße Spitzmaus-Tenrek wiegt etwa 20–25 g und hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 88–106 mm. Ihr Schwanz ist mit 60–87 mm kürzer als der Körper. Ihr dichtes, samtiges Fell ist dunkelbraun mit beigen Sprenkeln auf dem Rücken und einer hellgrauen Unterseite mit beigen Schattierungen. Zu ihren auffälligen Merkmalen zählen ein schlanker, länglicher Schädel mit netzartiger Schnauze, kleine, teilweise vom Fell verdeckte Augen und ungewöhnlich breite Vorderpfoten mit vergrößerten Krallen – allesamt Anpassungen an eine halb-grabende Lebensweise. M. gracilis besitzt ein reduziertes Gebiss mit schlanken Schneide- und Eckzähnen, das seiner bodenlebenden Lebensweise entspricht.

Verhalten und Lebensstil

Aufgrund seiner Morphologie, insbesondere der kräftigen Vorderpfoten und der länglichen Schnauze, wird vermutet, dass dieser Tenrek am Boden nach Nahrung sucht und sich dabei durch weichen Boden und Laubstreu gräbt oder bewegt. Er ist wahrscheinlich einzelgängerisch und scheu und zeigt ein für bodenlebende Arten typisches Verhalten. Direkte Beobachtungen zu Aktivitätszyklen, Reviergröße und sozialen Interaktionen fehlen jedoch.

Kommunikation

Es liegen keine gezielten Studien zum Kommunikationsverhalten von M. gracilis vor. Man geht davon aus, dass die Art bei sozialen Interaktionen, insbesondere bei der Brutpflege oder der Paarung, auf Duftmarkierungen und taktile Signale zurückgreift. Gelegentliches Quieken oder Ultraschalllaute, die bei verwandten Arten dokumentiert wurden, kommen möglicherweise ebenfalls vor, sind aber für diese Art bisher nicht beschrieben.

Ernährung in freier Wildbahn

Genaue Angaben zu seiner Ernährung sind nicht verfügbar, doch seine Morphologie und Berichte über seine Ernährung mit Bodenwirbellosen deuten darauf hin, dass es sich hauptsächlich von Insekten wie Käfern und Würmern ernährt. Wie andere Spitzmaus-Tenreks jagt es wahrscheinlich in der Laubstreu oder im flachen Boden, obwohl keine Isotopenanalysen oder Untersuchungen des Darminhalts dokumentiert sind.

Fortpflanzung und Lebenszyklus

Über die Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist nur sehr wenig bekannt. Gelegentlich auftretende Plazentararben bei Weibchen deuten auf eine saisonale Fortpflanzung hin, die wahrscheinlich der Regenzeit folgt. Angesichts der Entwicklung verwandter Microgale-Arten beträgt die Tragzeit vermutlich etwa acht Wochen, und die Würfe sind möglicherweise klein. Spezifische Daten zur Wurfgröße, Fortpflanzungshäufigkeit oder Jungtierentwicklung fehlen bisher.

Bedrohungen und Erhaltungsstatus

Diese Art wird von der IUCN aufgrund ihrer relativ weiten Verbreitung und des mutmaßlich stabilen Bestands derzeit als „nicht gefährdet“ eingestuft. Sie kommt in mehreren Schutzwäldern vor, darunter die Nationalparks Marojejy, Ranomafana und Andringitra. Die Gefährdung ihres Lebensraums ist aufgrund von Entwaldung und der Ausweitung der Landwirtschaft, insbesondere in tieferen Lagen, weiterhin moderat; der Bestand gilt jedoch als widerstandsfähig und anpassungsfähig an gewisse Störungen des Lebensraums.

Diese Art in Gefangenschaft

Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Microgale gracilis in Gefangenschaft gehalten oder gezüchtet wurde. Wie bei vielen Spitzmaustenreks existieren keine Dokumentationen zu Haltungsmethoden, Zuchtversuchen in Gefangenschaft oder Protokollen. Ihre Reaktionen auf die Gefangenschaft und ihr Potenzial für eine Erhaltung außerhalb ihres natürlichen Lebensraums sind weiterhin unbekannt.

Inhaltsverzeichnis
Warenkorb
Nach oben scrollen