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Jenkins-Kleintenrek

Der Jenkins-Kleintenrek, der 2004 erstmals von Goodman & Soarimalala beschrieben wurde, ist unter seinen Verwandten einzigartig, da sein Schwanz deutlich länger ist als sein Körper.
Taxonomie
| Königreich: | Animalia |
| Stamm: | Chordata |
| Klasse: | Mammalia |
| Ordnung: | Afrosoricida |
| Unterordnung: | Tenrecomorpha |
| Familie: | Tenrecidae |
| Gattung: | Microgale |
| Spezies: | Microgale jenkinsae |
Natürliches Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Der Jenkins-Kleintenrek ist nur aus den sehr trockenen Wäldern und Buschlandschaften des Mikea-Waldes im Südwesten Madagaskars bekannt, genauer gesagt aus einem kleinen Gebiet zwischen den Flüssen Morombe und Manombo. Er bewohnt sandige Waldböden mit jährlichen Niederschlagsmengen zwischen 350 und 750 mm und einem niedrigen Kronendach, das von trockenheitsresistenten Pflanzenarten dominiert wird. Sein bekanntes Verbreitungsgebiet ist mit geschätzten 1,6 km² äußerst klein, und nachfolgende Untersuchungen in ähnlichen Lebensräumen konnten bisher keine weiteren Individuen nachweisen.
Körperliche Merkmale
Dieses winzige Säugetier misst nur etwa 143–147 mm in der Gesamtlänge, wobei allein der Schwanz 71–81 mm ausmacht und somit länger als der Körper ist. Die Tiere wiegen zwischen 5 und 5,5 g. Ihr Fell ist dicht und hellbraun mit dunkleren Sprenkeln, was an Agouti erinnert, während die Unterseite heller und schiefergrau ist. Der Schwanz ist oberseits dunkel und unterseits deutlich heller. Insgesamt unterscheiden ihn seine Proportionen und sein Fellmuster von anderen Kleintenreks.
Verhalten und Lebensstil
Über das Verhalten des Jenkins-Kleintenreks ist aufgrund seiner Seltenheit nahezu nichts bekannt. Man geht davon aus, dass er bodenlebend ist und sich wahrscheinlich lautlos durch Laubstreu oder flache Sandböden bewegt. Die beiden bekannten Exemplare wurden während der Regenzeit gefangen und waren noch nicht ausgewachsen, was darauf hindeutet, dass die Fortpflanzungsaktivität mit den feuchteren Monaten zusammenfällt. Sozialverhalten, Aktivitätsrhythmus sowie Nest- und Grabgewohnheiten sind bisher nicht dokumentiert.
Kommunikation
Es liegen keine spezifischen Beobachtungen zur Kommunikation vor. Wahrscheinlich nutzt die kleintenreksart, wie andere Kleintenreks auch, Duftmarkierungen und möglicherweise taktile Signale in kurzen sozialen Interaktionen, jedoch wurden keine Lautäußerungen oder chemische Signale aufgezeichnet.
Ernährung in freier Wildbahn
Da keine Studien zur Ernährung vorliegen, lässt sich diese nur anhand verwandter Arten und morphologischer Merkmale erschließen: Insektenfresser wie Würmer und kleine Arthropoden, die im Laubstreu oder im Boden vorkommen, sind wahrscheinlich. Die geringe Größe und der hohe Stoffwechsel deuten auf häufige Nahrungssuche hin, auch wenn dies nicht direkt belegt ist.
Fortpflanzung und Lebenszyklus
Über die Fortpflanzung ist so gut wie nichts bekannt. Zum Zeitpunkt des Fangs waren die beiden Tiere jung oder halbwüchsig. Wurfgröße, Tragzeit, saisonaler Zeitpunkt und Entwicklung sind reine Spekulation, obwohl eine Fortpflanzung während der Regenzeit angesichts der Fundumstände plausibel erscheint.
Bedrohungen und Erhaltungsstatus
Diese Art wird von der IUCN aufgrund ihres extrem kleinen bekannten Verbreitungsgebiets (weniger als ca. 2.000 km²), ihres Vorkommens an nur einem Standort und des anhaltenden Lebensraumverlusts in der Mikea-Waldregion als gefährdet eingestuft. Waldrodung für die Landwirtschaft, Buschbrände und die Zerstörung der Vegetation stellen die Hauptbedrohungen dar. Obwohl der Mikea-Wald derzeit zum Schutzgebiet erklärt wird, sind dringend Forschung und Lebensraummonitoring erforderlich, um seinen tatsächlichen Status und seine potenzielle Anpassungsfähigkeit an Störungen zu ermitteln.
Diese Art in Gefangenschaft
Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Jenkins Kleintenreks jemals in Gefangenschaft gehalten oder gezüchtet wurden. Weder Zoos noch private Einrichtungen berichten, diese Art zu halten, und es existieren keine Informationen zur Haltung.
